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Donnerstag, 20. Oktober 2011

Carsten Mohe/Katrin Becker holen DRM-Meistertitel 2-WD

Der dritte Platz bei der Internationalen ADAC Rallye Saarland sicherte dem schnellen Sachsen und seiner Schlitzer Copilotin den DM-Titel.
Das Team Mohe/Becker gewann mit dem neu entwickelten, 280 PS starken Renault Megane R.S. die Deutsche Meisterschaft für zweiradgetriebene Rallye-Fahrzeuge und kämpfte sich auch in der Gesamtwertung der DRM von Platz 23 auf den beachtlichen dritten Rang nach vorn.
Keine leichte Aufgabe, begann doch die Saison bei der Wikinger-Rallye im hohen Norden Deutschlands durch den Ausfall mit einer Nullrunde. Kontinuierliche Feinabstimmung und einige zusätzliche Trainingskilometer brachten letztendlich dem Renault-Team den gewünschten Erfolg. Bestätigt wurde dies durch den Gesamtsieg bei der Rallye Erzgebirge, der Heimveranstaltung des Crottendorfer Renault-Spezialisten. Auch im Rahmen der Hessen Rallye Vogelsberg, diesmal Heimveranstaltung der Copilotin, ließen sich Mohe/Becker durch kleine Technik-Attacken nicht aufhalten und landeten am Ende trotz hohem Schotteranteil und reichlich Allradkonkurrenz auf dem 7. Gesamtrang. Ein weiterer Schritt nach vorne gelang dem Team zur DRM-Halbzeit bei der Pfalz-Westrich-Rallye. Zu der im Meisterschaftskalender neu aufgenommen Rallye wurde dem Auto eine neue Entwicklungsstufe implantiert, die, gepaart mit einem konzentriert erstellten Aufschrieb, dem schnellen Team mit der Start-Nr. 8 den 6. Gesamtrang einbrachte. Die gleiche Platzierung und zusätzlich bester Fronttriebler sprangen - noch vor der achtwöchigen Sommerpause - bei der AvD Sachsenrallye heraus. Die nicht zur DRM gehörende Rallye diente der Verbesserung des Setup für Reifen und Fahrwerk. So zeigte sich auf den schnellen Asphaltprüfungen in Sachsen das mögliche Potenzial des Megan RS. Das Resümee des Teams: "Mehr war schlichtweg nicht zu erwarten". Mit dem Divisionssieg und dem 4. Gesamtrang bei der Rallye Baden-Württemberg überraschten Mohe/Becker. Erstmals auf regennassen Pisten unterwegs hielt sich der Abstand zu den leistungsstärkeren Allradlern gering. Nach dem abtrocknen der Strecke gelangen in Folge mehrere Top-5-Zeiten, die von Gesamtrang sieben zum vierten Rang führten. Damit rückten sie - begünstigt durch den Ausfall von Gassner sen. - auf den zweiten Platz in der Deutschen Rallye-Meisterschaft vor. Beste Voraussetzungen für das Team bei der Deutschland-Rallye mit dem komplett revidierten Renault auf lukrative Punktejagd zu gehen. Das Ziel war, eine problemlose Rallye zu fahren. Nicht ganz einfach, denn in den engen Mosel-Weinbergen oder auf der 34 km langen Wertungsprüfung Panzerplatte treiben gerne scharfe Kanten und Steine den sensiblen Reifen die Luft raus.
Diese Feststellung machten Mohe/Becker allerdings schon am ersten Tag auf der 22 km langen WP 2, als sie ein Plattfuß mehr als zwei Minuten kostete. Mit dem zweiten und dritten Tag war das Team sehr zufrieden, obwohl die letzten vier Prüfungen am Sonntag bei unbeständigem Wetter extrem rutschig waren.
Unter 80 Teilnehmern in der WM-Wertung konnte sich das Team von Mohe-Rallyesport in der seriennahen Gruppe N auf den zweiten Platz und den 25. Gesamtrang vorkämpfen. Allerdings hatte der Reifenschaden am Freitag einige Punkte gekostet, so dass Mohe/Becker in der DRM-Wertung auf dem vierten Platz zurück fielen, zwei Punkte hinter den drittplatzierten Wiegand/Harloff, der direkten Konkurrenz in der Top-3-Meisterschaftsriege, die allesamt sich beim Finale im Saarland endgültig formieren sollten. Der DRM-Meister stand mit Sandro Wallenwein schon vorzeitig nach der Deutschland-Rallye fest, Spannung versprach einzig der Kampf um den zweiten und dritten Platz. In Frage kommende Teams für diese Plätze: Gassner/Tannhäuser, Wiegand/Harloff und Mohe/Becker. Während die beiden letztgenannten auf den Vizetitel nur theoretische Chancen hatten, war Gassner sen. mit einem 12-Punkte-Polster der gesetzte Favorit, eine fehlerfreie Rallye vorausgesetzt.
Das Resümee des Ganzen: Nach über 480 km und 13 Wertungsprüfungen war der Saisonabschluss für das Team Carsten Mohe/Katrin Becker perfekt gelungen: Deutsche Meister (2 WD), Gesamtdritte der Deutschen Rallye Meisterschaft und Gewinner der Division 3.

 
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